Der letzte Tag!

Ein eigenartiges Gefühl. Zugegeben: Acht Tage sind keine lange Zeit. Doch wandernd scheint sich die Zeit auszudehnen. Ich komme mir vor, als wäre ich schon Ewigkeiten unterwegs, fernab vom Alltag. Alles verläuft seltsam langsam und gemächlich – passend zur Fortbewegungsart.

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Wir starten in Rathen, setzen mit der Fähre über und gehen bergauf zum offiziellen Startpunkt der Etappe. Allzu viel soll die Etappe angeblich nicht zu bieten haben – doch wir lassen uns überraschen.

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Recht schnell taucht der Rauenstein vor uns auf, der letzte Tafelberg dieser Wanderung. Wie immer geht es kräftig bergauf – doch oben ist es keinesfalls eben. Stattdessen erwacht wieder das Abenteuerspielplatz-Gefühl: Es geht hoch und runter, immer über Stufen, Leitern und über Brücken. Garniert wird der Spaß mit jeder Menge schöner Aussichten in Richtung Bastei. Sehr schön und auf jeden Fall lohnenswert!

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Anschließend geht es wieder bergab nach Pötzscha und gleich darauf wieder bergauf. Von Langeweile bisher keine Spur! Auch das Waldstück mit den tiefsten Schlammlöchern der gesamten Wanderung hält zumindest noch Überraschungen bereit. Es macht Spaß und den genieße ich umso mehr, da ich das Ende der Wanderung bereits vor mir sehe.

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Dann folgt ein Stück, auf das ich allerdings gern verzichtet hätte. Über drei endlos lange Kilometer folgt der Malerweg dem asphaltierten Elberadweg. Immer zwischen dem Fluss und den ständig fahrenden Zügen hindurch. Nicht sehr erbaulich und bestimmt dafür gemacht, die Vorfreude auf das Ziel zu steigern.

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Doch das lässt noch auf sich warten. Wenn am Ortseingang von Pirna die Radfahrer einfach geradeaus fahren, dürfen die Wanderer sich auf einem grünen Zipfel der Innenstadt nähern. Zum Abschluss gibt es daher noch einmal einen kräftigen Anstieg und ein paar Auf- und Abwege durch den Wald. Der Vorteil: Man kommt praktisch direkt in der Altstadt an. Der Nachteil: Man darf auf den letzten Metern noch einmal so richtig schwitzen. Wenn das mal kein guter Anlass für ein Belohnungseis ist!

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Auf dem Markt suche ich vergeblich nach einem standesgemäßen Abschluss des Malerwegs. Gibt es hier nicht einmal ein Schild? Vielleicht hab ich es auch nur übersehen. Ist auch egal: Ich bin angekommen und habe eine der schönsten Regionen Deutschlands komplett zu Fuß entdecken dürfen.

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